Das Vier-Farben-System: welches Tuch für welchen Bereich
Rot, Gelb, Blau, Grün: Mit farbcodierten Tüchern wird verhindert, dass Keime vom WC auf den Schreibtisch kommen. So funktioniert das System.

In der gewerblichen Reinigung hat sich ein einfaches System durchgesetzt: Jede Farbe steht für einen Bereich. Ein Tuch, das im WC benutzt wurde, kommt so nicht an die Tastatur.
Die vier Farben
| Farbe | Bereich |
|---|---|
| Rot | WC, Urinal und die Fliesen direkt daneben |
| Gelb | Waschbecken, Armaturen, Spiegel und übrige Flächen im Sanitärraum |
| Blau | Schreibtische, Türen, Schränke und andere Oberflächen |
| Grün | Küche und Flächen, die mit Lebensmitteln in Berührung kommen |
Rot und Gelb trennen den Sanitärraum in zwei Zonen. Das WC gilt als der Bereich mit der höchsten Keimbelastung und bekommt deshalb eine eigene Farbe.
Mehr als nur Tücher
Das System funktioniert nur, wenn alle Hilfsmittel mitziehen. Viele Firmen färben deshalb auch Eimer, Handschuhe und Sprühflaschen ein. Wischbezüge für den Boden werden getrennt nach Sanitärbereich und übrigen Räumen eingesetzt.
Pflicht oder freiwillig?
Das Vier-Farben-System ist kein Gesetz, sondern Branchenpraxis. Die Farbzuordnung kann sich zwischen Firmen leicht unterscheiden. Wichtig ist, dass die Zuordnung im Objekt einheitlich ist und alle Reinigungskräfte sie kennen. Ein Aushang im Putzraum hilft.
Pflege der Tücher
Mikrofasertücher werden nach Gebrauch gewaschen, nicht ausgespült und wiederverwendet. Weichspüler verklebt die Fasern und sollte weggelassen werden. Die Waschtemperatur steht auf dem Etikett des Herstellers.
Worauf Sie als Auftraggeber achten können
Fragen Sie, ob die Firma mit Farbcodierung arbeitet, und lassen Sie das ins Leistungsverzeichnis schreiben. Bei einer Kontrolle sehen Sie dann schon am Reinigungswagen, ob das System eingehalten wird.
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